Warum mich das ärgert: Seit 1993 entwickle ich Software. Als Ingenieur der Technischen Informatik und Mathematik-Philosoph schaue ich heute oft von oben auf Projekte und sehe eine gewaltige Verschwendung von Lebenszeit und Kapital. Warum? Weil Unternehmen oft den Fehler machen, Kompetenz durch „billige Stunden“ ersetzen zu wollen. Doch in der Softwarewelt ist ein niedriger Preis meist nur die Anzahlung für spätere Katastrophen.
Die bittere Realität: Wenn ich als IT-Projektmanager in strauchelnde Projekte gerufen werde, sehe ich oft dasselbe Bild: Ein Generalist sollte eine spezialisierte Lösung bauen. Er hat sich redlich bemüht, aber er kannte die Sackgassen nicht. Das Ergebnis ist ein „schiefes Fundament“. Was du am Anfang an Stundensatz sparst, zahlst du später 3- bis 5-fach bei der Wartung und Fehlerbehebung darauf. Das ist keine Effizienz, das ist Ressourcen-Vernichtung.
Mein Ansatz als Software-Denker: Gute Software entsteht nicht durch „Abarbeiten“, sondern durch klares Denken. Wer wirklich gute Ergebnisse will, braucht Spezialisten, die das Problem bereits im Kopf gelöst haben, bevor die erste Zeile Code steht. Ein Profi für 150 Euro pro Stunde ist am Ende fast immer günstiger als drei Junioren für 50 Euro pro Stunde. Warum? Weil er weiß, was man nicht bauen sollte.
Drei Fragen, die du deinem Team stellen solltest:
- Haben wir ein vergleichbares Problem schon einmal gelöst?
- Wie verhindern wir, dass wir in Sackgassen rennen?
- Ist diese Architektur flexibel genug für unsere digitale Zukunft?
Fazit: Sei glücklich mit dem, was du tust – aber verändere die Art, wie du deine Partner wählst. Wahre Ersparnis entsteht durch Kompetenz und schrittweise Vereinfachung, nicht durch den billigsten Anbieter.
Warum führt ein niedriger Stundensatz in der Softwareentwicklung oft zu höheren Gesamtkosten?

Ein niedriger Stundensatz korreliert häufig mit mangelnder Spezialisierung. Fehlende Erfahrung führt zu Fehlentscheidungen in der Software-Architektur, die später teure und zeitaufwendige Korrekturen (Refactoring) nach sich ziehen. Echte Kosteneffizienz entsteht durch Experten, die Sackgassen bereits im Vorfeld erkennen und vermeiden. Eine unabhängige Prüfung der Projekt-Architektur und Team-Aufstellung ist jederzeit im Software-Denker-Espresso möglich.